Altenzentrum St Elisabeth Eislingen

Wohnbereich mit Schwerpunkt Gerontopsychiatrie

Der Fachbereich stellt sich vor

Hochbetagte Menschen sind heute keine Seltenheit mehr. Dies ist ein Faktor für die zunehmende Erkrankung der Menschen an den verschiedenen Formen der Alterskrankheit Demenz. Die Bevölkerung wird immer älter. Auswirkungen hat dieser Wandel auch auf Alten- und Pflegeheime, die Menschen kommen oftmals mit hohem Alter in genannte Einrichtungen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, frühzeitig für Menschen mit dementiellen Erkrankungen vorzusorgen.

Im Folgenden soll der Wohnbereich St. Michael, im ersten Stock des Altenzentrum St. Elisabeth, mit gerontopsychiatrischem Schwerpunkt vorgestellt werden. Hier werden dementiell erkrankte Menschen von speziell, auf die Krankheit geschultem Personal, betreut.

Unsere Mitarbeiter auf dem Fachbereich

Athina Andreadou

Die Wohnbereichsleiterin Frau A. Andreadou aber auch Frau C. Makrinius und Frau D. Röckel haben eine gerontopsychiatrische Fachausbildung abgeschlossen. Während Frau Röckel sich im gesamten Haus der Beschäftigung der Bewohner annimmt und ihre Kenntnisse den übrigen Mitarbeitern in der sozialen Betreuung zur Verfügung stellt, leitet Frau Andreadou den Wohnbereich St. Michael mit gerontopsychiatrischen Schwerpunkt. Ihre Stellvertretung, Herr Markus Sieber, durchläuft gerade die Ausbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft. Die Mitarbeiter von St. Michael werden regelmäßig von Frau Andreadou und Frau Makrinius im Umgang mit gerontopsychiatrisch Erkrankten geschult.

Weil allen Mitarbeitern auf dem Fachbereich dieses Wissen intensiv vermittelt wird, sind sie in der Lage den verschiedenen gerontopsychiatrischen Kankheitsbildern zu begegnen und den Bewohnern dort eine bestmögliche Begleitung zu gewährleisten:

 

Konzeption des Fachbereichs

Ziel des Wohnbereiches ist es, Bewohnern, die aufgrund ihrer gerontopsychiatrischen Erkrankung ihren Tagesablauf nicht selbst gestalten können, einen strukturierten, sicheren Tagesablauf zu bieten. Menschen mit entsprechender Erkrankung handeln aus der Sicht von Außenstehenden, welche sich mit dem Krankheitsbild nicht näher auskennen, oftmals „unvernünftig“. Diesem Verhalten wird auf dem Wohnbereich St. Michael verstärkt Freiraum gegeben. Weiter bietet dieser Bereich Rückzugsmöglichkeiten und gleichzeitig den Raum sich überall geschützt zu bewegen. Aufgrund ihrer psychischen Verfassung brauchen die Bewohner hier eine verbindlich, verlässliche Beziehung zum Pflegepersonal, die Ihnen einen sicheren Tagesablauf und ihr Bedürfnis nach Nähe bietet. Durch Validation, der Lehre vom Umgang mit dementen Menschen, wird der Mensch „für gültig“ erklärt. Es wird auf Gefühlsäußerungen eingegangen, die im betreffenden Moment absurd erscheinen mögen. Die Bewohner werden nicht alleine gelassen, es wird auf ihre Gefühlsäußerungen eingegangen, ohne sie zu maßregeln oder sie in die Wirklichkeit zurück zu zwingen.
Der Wohnbereich ist in warmen Farben gestaltet und bietet durch die Wohnküche eine heimelige Atmosphäre. Gegenstände und Möbel aus vergangenen Tagen sollen den Menschen, die oft aus ihren Erinnerungen leben, helfen sich zu Hause zu fühlen. Der entspiegelte Boden verhilft Desorientierung und falsche Wahrnehmungen zu vermeiden. Der Bereich ist nicht geschlossen, es gibt jedoch die Möglichkeit für eine individuelle Außentürüberwachung. Die Möglichkeit über eine gesicherte Dachterrasse ins Freie zu gelangen ist ein wichtiger Bestandteil im Raumkonzept des Wohnbereiches.

Konzeption der Pflegeoase

In der Pflegeoase geht es darum sechs Menschen, die eine Immobilität (Gehunfähigkeit) mit überwiegender Bettlägerigkeit im Rahmen einer weit fortgeschrittenen Demenzerkrankung oder einer vergleichbaren Hirnleistungsstörung aufweisen eine verbindliche kontinuierliche menschliche Nähe zu ermöglichen. Gleichzeitig bekommen die Pflegende dadurch die Chance, Wünsche und Bedürfnisse dieser Menschen, die sich ja nicht mehr äußern können, zu erfahren und darauf zu reagieren.
Voraussetzung für die Umsetzung der Konzeption ist ein einheitlicher Wissensstand aller Mitarbeiter bezüglich des Umgangs mit gerontopsychiatrisch veränderten und dementen Heimbewohnern. Dazu gehört die integrative Validation, basale Stimulation und Kinästhetik aber auch die Wirkung von Farben, Musik und Düften.

Alle Räume haben große Fenster, die auch einen Blick vom Bett ins Freie gewährleisten.
Die Helligkeit der Räume passt sich der Tageszeit an, eine Orientierung an Tag und Nacht ist damit möglich.
Mobile Trennwände bieten die Möglichkeit während der Pflege die Intimsphäre der Bewohner zu wahren.
Ein Bad, eine Toilette, eine kleine Wohnküche und Sitzmöglichkeiten mit Tisch erlauben die Umsetzung des Wohngruppenkonzeptes.